Queer-feministische Perspektiven auf den Mauerfall
Dialog

Queer-feministische Perspektiven auf den Mauerfall

Stiftung Berliner Mauer

Gedenkstätte Berliner Mauer, Besucherzentrum,
Bernauer Straße 119, 13355 Berlin
Rollstuhlgeeignet
Deutsch, Übersetzung in Gebärdensprache

Das moderierte Podiumsgespräch mit Zeitzeuginnen beleuchtet die Oppositionsbewegungen der queer-feministischen Community und die Erfahrungen der Protagonistinnen nach dem Fall der Mauer.

In den 1980er Jahren gründeten sich unter dem Dach der evangelischen Kirche lesbische und feministische Selbstorganisationen. Sie bildeten einen wichtigen Teil der kirchlich verankerten Oppositionsbewegung, die maßgeblich zum Fall der Mauer beitrug. Auch lesbische Gruppen hatten mit Restriktionen der Behörden zu kämpfen, nutzten in Ost-Berlin aber auch Freiräume. Es bestand ein DDR-weites Netzwerk, das teilweise Kontakte zu Gruppen im Westen hatte. In der Transformationsphase kämpften viele weiter für feministische Ziele. Das Podium beleuchtet diese Oppositionsbewegung und die Erfahrungen der Protagonistinnen nach dem Fall der Mauer.

Podium:
Bettina Dziggel | Mitbegründerin Lesben in der Kirche
Christina Schmidt (ehem. Karstädt) | Dramaturgin, u. a. „Viel zu viel verschwiegen“
Moderation:
Katja Koblitz | Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e. V.

Wo stehen wir 30 Jahre nach dem Fall der Mauer? Wer hat „1989“ nicht als Jubelfest erlebt? Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls 2019 lädt die Stiftung Berliner Mauer zu vier moderierten Podiumsgesprächen ein. Mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der türkeistämmigen Community West-Berlins und der queer-feministischen Community Ost-Berlins kommen Gruppen zu Wort, die in der offiziellen Erinnerungskultur bisher unterrepräsentiert sind und die das Bild der Umbrüche ab 1989 weiten. Außerdem werden die Erfahrungen der zum Zeitpunkt des Mauerfalls jungen Generation thematisiert, genauso wie die zunehmende Ausreisebewegung aus der DDR in den 1980er Jahren und ihr Beitrag zur Destabilisierung der DDR.

Weitere Informationen unter: https://30jahre.stiftung-berliner-mauer.de/events/die-generation-1975-und-die-umbrueche-ab-1989/.